Klimaaktivistin in Bachmut

Wir haben keinen Planeten B. 

Ich habe mich immer für die Themen Ökologie und Umweltschutz interessiert. Ich habe viel darüber gelesen und erfuhr so von Greta Tunberg (Die Gründerin der Bewegung “Fridays for Future”). Diesen Sommer habe ich junge Menschen kennengelernt, die bei uns in der Stadt ähnliche Aktionen organisierten und ich entschloss mich ihnen anzuschließen. Jeden Freitag Nachmittag haben wir auf dem Marktplatz von Bachmut eine Kundgebung organisiert. In unseren Händen hielten wir Schilder und Plakaten mit Aufschriften, die die Menschen ganz verschieden reagiert haben:

Einige blieben stehen und erkundigten sich mit Interesse, was wir da tun würden. Andere waren sehr verärgert und reagierten sehr aggressiv auf uns. Eine erwachsene Frau sagte streng und mit Ausdruck: “Sollen Euch doch die Außerirdischen entführen”. Eine andere schlug uns Tätigkeiten vor, von denen ihrer Meinung nach mehr Nutzen ausgehen würden: “Besser wäre es, wenn Ihr Kartoffeln ausgraben würdet, und noch besser, wenn Ihr Euch waschen würdet”. Wir wollten ihnen unsere Idee erklären, aber sie versuchten nicht einmal uns zuzuhören. Aber zum Glück kamen zu uns auch viel interessierte Menschen. Sie fragten uns, warum wir hier stehen, was jeder von uns tun könnte und was man tun könnte, damit der Staat auf Probleme aufmerksam werden würde. Mit diesen Passanten war es sehr angenehm zu sprechen. Wir erzählten ihnen von der Situation, in der sich die Ökologie weltweit befindet. Und jedes Mal, wenn interessierte Menschen auf uns zukamen, fühlte ich stolz und die Sicherheit, das es richtig ist, damit weiter zu machen.

Unser Anführer wurde nach Schweden eingeladen, wo er an einer weltweiten Aktion teilnahm und mit Greta bekannt wurde. Am Anfang waren es bei uns vier Teilnehmer, dann wurden es fünfzehn. Ich weiß, das dies nicht viel ist, aber man muss mit sich selber anfangen. Die Jugendlichen, mit denen ich diese Aktionen durchführte, bestanden die Aufnahmeprüfungen in ihren Instituten und verließen Ende diesen Sommer Bachmut. Eine Zeit lang, machte unsere Bewegung eine Pause und niemand demonstrierte auf dem Marktplatz. Ich traf aber die Entscheidung, dass man es fortsetzen muss. Ich möchte den Menschen vermitteln, dass man diesen unseren Planeten schützen muss, denn wir haben nur diesen einen. Ich möchte den Menschen erklären, dass wir unseren Planeten schützen müssen, denn wir haben nur diesen einen. Wir müssen Plastikmüll vermeiden und den Müll sortieren. Mir macht die Tatsache große Angst, dass es im stillen Ozean eine Insel aus Müll gibt, die dreimal so groß wie Frankreich ist. Wir müssen eine andere Konsumkultur entwickeln. Dabei weniger Fleisch essen und keine unnötige Kleidung kaufen.

Schade, dass bisher nur wir zu fünft auf die Straße gehen. Aber wenn wir es nicht tun, wird es niemand tun.

Die Verantwortung für diesen Planeten haben wir alle.

(Anastasia Shekodina, 9. Klasse Schule Nr.10 Bachmut) über ihre Rolle als Klimaaktivistin in Bachmut).