Das land, das ich nicht kenne

22. Oktober um 18:00 Uhr

Burgtheater


DAS LAND, DAS ICH NICHT KENNE     

Sachsen ist nicht das, was es scheint   


THEATERINSZENIERUNG ÜBER MENSCHEN IN SACHSEN

Seit 2018 reist Georg Genoux mit seinem Projekt „Das Land, das ich nicht kenne“ durch Sachsen, macht Theaterprojekte, um selbst mit Menschen in Dialog zu kommen, oder es anderen zu ermöglichen, die sonst vielleicht nie miteinander reden würden bzw. ihre kostbaren Lebensgeschichten erzählen würden.


Nach einer langen Recherchereise stieß Georg Genoux auf den kleinen Ort Hagenwerder bei Görlitz. So Fremd ihm auch die Lebensgewohnheiten und viele politische Ansichten der Ortsbewohner sind, diese Theaterinszenierung ist eine Liebeserklärung an die Menschen in und an den Ort Hagenwerder.

Im Rahmen des Theater- und Filmprojektes DAS LAND, DAS ICH NICHT KENNE von Georg Genoux und Anastasia Tarkhanova 


Theaterregisseur Georg Genoux aus Hamburg, der seit 1998 größtenteils in Osteuropa, Ukraine und Russland lebt und arbeitet, kam bereits 2016 für das Theaterfestival „Dreiländerspiel“ in das sächsische Zittau. Schon damals spürte er: „Hier, in Deutschland, wo ich aufgewachsen bin, gibt es eine Welt, die ich nicht kenne“. Sein Gefühl wurde bestätigt. Einige Menschen, die ihm in Sachsen einst so liebenswürdig begegneten, erkennt er heute einfach nicht mehr wieder.   


„Sachsen, das mit seiner dramatischen und tragischen Vergangenheit für mich so viel Schönheit verkörpert“, so Genoux, „ist nun zum Sinnbild für Pegida, Rechtsradikalismus, Gewalt und Hass geworden“. Auf der anderen Seite ist sich Georg Genoux sicher: Man bekommt Hilfsbereitschaft nicht hin, indem man mit dem Finger auf Leute zeigt und sie stigmatisiert.   


Seit Januar 2018 reist Georg Genoux durch die sächsischen Gebiete. Er spricht mit Menschen vor Ort, dreht Kurzfilme, schreibt Tagebucheinträge und inszeniert mit ihnen Theaterstücke.   


Das Projekt ist ein fortlaufender Prozess aus Gesprächen mit Menschen aus Sachsen. Sie alle haben verschiedene Lebenswege eingeschlagen und deshalb unterschiedliche Ansichten zu gesellschaftlichen sowie politischen Themen. Gemeinsam mit Genoux sprechen sie über ihre Heimat, ihre persönlichen Geschichten und erarbeiten so Textfassungen für die Theaterinszenierungen – mal im Dialog, mal alleine. Sie selbst übernehmen dabei nicht nur die Rolle der Autoren, sie werden gleichzeitig auch Darsteller des Stücks.   


Seine Inszenierung “Das Land, das ich nicht kenne” hatte am 03.Oktober 2018 am Gerhart – Hauptmann Theater in Zittau Premiere.  Im Mai 2019 stellte er sie auf dem Theaterfestival “Our Stage” der Bürgerbühne des Staatsschauspiel Dresden vor.   


Ebenfalls 2019 stellte er seine Arbeit über Bautzen “Das Land, das ich nicht kenne B” im Rahmen des Festivals “Willkommen Anderswo IV” in Bautzen vor.   


Zusammen mit der Berliner Filmproduktionsfirma Boekamp & Kriegsheim GmbH arbeitet Georg Genoux auch an einer Filmversion über seine Erlebnisse in Sachsen. Eine erste Version dieses Filmes stellte er 2021 und 2022 unter dem Titel “Vor deinen Augen verbeuge ich mich” in mehreren Theatern und Kultureinrichtungen in Sachsen vor.

Ein Projekt von Agency for Safe Space, Sachsenreggae – Bürgerbühne, Deutsch-Sorbisches Volktheater und Thespis Zentrum.