Publikationen

“….Wir machen hier keine Inszenierung über den Krieg, sondern über den Donbass. Der Donbass ist viel mehr als dieser Krieg. Und wenn sich Menschen  durch Theater einander begegnen, nehmen sie sich ganz anders wahr, als durch die Medien………Auf keinen Fall vergessen. Alles, was du nicht verarbeitest, meinst zu vergessen, tötet dich später im Inneren. Und hier ist Kunst, Theater eine einzigartige Möglichkeit, ein einzigartiges Instrument sich mitzuteilen. Wir wissen aus unserem Alltag, wie wichtig es für uns ist gehört zu werden, uns mitteilen zu können.“

Ein deutscher Regisseur inszenierte ein Theaterstück mit Schülern aus drei Städten im Donbass – Sergeij  Gorbatenko am 29.11.2019 in Radio Svoboda


„Ich denke, das war ein sehr schwerer, aber großartiger Versuch des Regisseurs das deutsche Publikum zu erreichen. Besonders das junge Publikum zu erreichen, von denen es nicht wenige im Publikum gab…

….Dieses Theater hat einen absolut therapeutischen Effekt. Für alle. Für die Darsteller und für die Zuschauer.(Anastasia Magazova in ihrem Telegramm Kanal „Берлін на дроті“ über das Gastspiel der Inszenierung „Die Stadt zum Mitnehmen“ am Literarischen Colloquium Berlin 09. Dezember 2019)


„Während der Berlin-Premiere erzählt Genoux: „Mit Hilfe von Gegenständen wollten wir unseren Protagonisten ein Instrument in die Hand geben, das ihnen helfen konnte, einen Zugang zur eigenen Geschichte zu finden. Und das ist gleichzeitig ihre Stütze, als ob sie an diesen Dingen festhalten, während sie sprechen“. Sie bezeichnen diesen Ansatz als therapeutisch: den Opfern der Situation helfen, Helden ihrer eigenen Biographie zu werden – das war der Sinn.“

Den Krieg besiegen – Inga Pylyptschuk am 20.02.2017 im Auftrag des Goethe-Instituts Ukraine im Kulturmagazin Korydor.


„Time Travellers to Donbass ist ohne Zweifel „Neues Drama“. Mit ihrem wahrhaftigen Ausdruck der Wirklichkeit. Wahrhaftig im Rahmen der Möglichkeit die Gefühle der Protagonisten auszudrücken und der Aufmerksamkeit auf das Aktuelle und sogar Schmerzhafte. Das Thema des Krieges im Osten der Ukraine ist sehr schwierig und provokativ. Den Diskurs über die Schuldigen und die Opfer kann man ewig sprechen. Aber diese Inszenierung beschuldigt niemanden. Sie ruft zu keinen politischen Handlungen auf. Sie versucht nicht mit Emotionen zu manipulieren, was die Opfer des Krieges betrifft. Die Geschichte ist einfach im Theaterstück enthalten und für jeden wird sie etwas anderes bedeuten“. 

Die Zeitreise – Das Seltsame und das Paradoxe. Irina Stepanayk. 25.03.2019. Sbruc.


„Documentary theatre has developed from а niche experiment for a narrow audience to a definite trend that has notably evolved onstage practice at the heart of which are documentary interviews……..The activity of Theatre of Displaced People (the work of director Georg Genoux and playwright Natalia Vorozhbyt) played an important role in the development of this movement. The fundamental focus of this team has become the war in the East of Ukraine and the fate of people who have fallen under the wheels of history. The activity of the Theatre of Displaced People has gone far outside the frame of theatrical form. It has also become a centre of psychological adaptation for people from the East and Crimea as well as the envoy of peace in areas close to the conflict zone. Free from loud declarations and bathetic announcements, the team has done much more in the matter of establishing dialogue and exhibiting loyalty to displaced people from Donbass than all the state programmes put together…“

„Ukrayinska Pravda“ about Theatre of Displaced People.“ (22th December 2016).


„PostPlay Theatre was born in the wake of the Maidan revolution of 2014, a protest that gave way to an armed conflict in Crimea and Donbass. It’s made up of a team of directors, playwrights and actors from different corners of the country, living and working in Kiev. They first came together to put on a performance of documentary play Grey Zone, which tackled the subject of displaced people“.

“War on Stage”, Tatiana Kozak 2016


„In der Schule werden sie ein Theaterstück aufführen. Es soll davon handeln, wie Nikolajewka, ihre Stadt, erst von Separatisten besetzt, dann von der ukrainischen Armee zurückerobert wurde. Das Stück soll zeigen, wie sie alle damit fertig werden, was hier im Sommer 2014 geschah.“

Mein Nikolajewka – Leitartikel von Daniel Schulz in der taz – am Wochenende am 26.05.2015


„Das Postplay Theater organisiert die Rahmenbedingungen für einen Bürgerdialog. Es gibt das Recht und die Möglichkeit denjenigen gehört zu werden, die sonst von der Gesellschaft ignoriert werden. Durch die Kunst thematisiert es die Probleme der Binnenflüchtlinge und anderen erniedrigten Gruppen. Das alles im Kontext des heutigen Staates und der heutigen Kultur. So bekommen die in den Inszenierungen und Publikumsdiskussionen gestellten Fragen eine gesellschaftliche Resonanz“

PostPlay Theater – Echter Theaterunderground. Teatrarium


„During lunch at the school’s cafeteria, where a two-course meal costs less than 20 cents, Genoux and Vorozhbyt said that teenagers who have seen the war are more compassionate than those living in the peaceful cities. “They listen carefully, they support each other. There’s no bullying in this school,” Vorozhbyt said. The teenagers who agreed to participate in this project were freed from their classes to talk to the director and the screenwriter about their personal experiences. Genoux said there had been laughter and tears during these talks. He added that they choose for the show only those stories that the children are comfortable sharing with a big audience. “This is sacred for me and Natasha,” Genoux said.“

Theater of reconciliation – Kiev Post 10.12.2016 about the project Children and Soldiers by Natalia Vorozhbyt and Georg Genoux


„Ich denke das Theater muss in einer Sprache sprechen, die der Zeit entspricht, in der es arbeitet. Theater handelt immer vom Hier und Jetzt, ansonsten rennt es von dem Hier und Jetzt weg. Wir sitzen in einem wunderschönen Saal und schauen ein Theaterstück mit wunderschönen Kostümen. Wunderbar. Aber es muss eine Alternative geben. Und wir arbeiten an dieser Alternative“.

Jede Kunst ist gleichzeitig sozial und politisch. Vasyl Shandrow und Natalia Sokolenko. (20.10.2018, Hromadskoe Radio)


„Normal troupes are united in their professional training as actors. Here, the bonds are deeper. The Theater team is united by a shared worldview and values rather than a collective theatrical education. Since the very beginning, Georg and Natalya’s initiative attracted people who felt that a traumatized Ukrainian society needed creative ways to reflect on what was happening. „

The Theater of War: A Psychodrama Project Helps Ukrainians Deal with Trauma – Alisa Sopova in Krytyca.com in March 2018


„Für mich ist das PostPlay Theater in erster Linie ein Raum für die Suche. Aber nicht nur für ein neues Management Model eines neuen Theaters. Sondern auch für eine alternative Theatersprache. Dort, wo das Theater seine Grenzen überschreitet. Und sich nicht fürchtet Instrumente der zeitgenössischen Kunst zu benutzen. Trotzdem bleibt es Theater“.

Der Art – Director des PostPlay Theaters Den Gumennyi  über neue Räume für die Theaterausbildung in Kiew. 2019. „Ya byl“.